Wie funktioniert ein Laserdrucker?

Laserdrucker waren noch vor einigen Jahren große und teure Geräte, die fast ausschließlich im geschäftlichen Bereich eingesetzt wurden, wo hohe Geschwindigkeit und große Druckleistung benötigt werden. Inzwischen sind Laserdrucker viel kleiner geworden und haben sich auch im privaten Umfeld durchgesetzt. Wer Verbrauchsmaterial für ein solches Gerät nachkaufen möchte, dem begegnen Begriffe wie Trommel, Kartusche oder Fixiereinheit. Was muss man sich darunter vorstellen, und welche Funktion haben diese Komponenten?

01_03_14_01

Die Technik

Wie der Name schon sagt, ist das Kernstück eines Laserdruckers natürlich der Laser. Der von einem unbeweglichen Laser ausgesandte Laserstrahl wird über ein mit hoher Geschwindigkeit rotierendes Spiegelsystem auf eine Walze mit fotoelektrischer Beschichtung gelenkt. So wird das zu druckende Dokument auf den Fotoleiter „geschrieben“. Dieses Bauteil wird auch als Trommel oder Drum bezeichnet. Es wird beim Druckvorgang elektrisch aufgeladen. An den Stellen, auf die der Laserstrahl trifft, wird der Fotoleiter entladen. Dieser kann an diesen Stellen den von einer Walze zu Fotoleiter transportierten Toner aufnehmen und auf das Papier übertragen.

01_03_14_02

Dort entsteht aus dem aufgetragenen Tonerpulver ein Abbild des zu druckenden Dokumentes. Anschließend durchläuft das Papier die Fixiereinheit, in der der Toner unter zwischen zwei Walzen unter Druck und hoher Temperatur auf das Papier aufgeschmolzen wird.

Vorteile und Nachteile

Durch die fotoelektrische Übertragung des Dokumentes wirken die Ausdrucke von Laserdruckern sehr scharf, Konturen haben präzise Kanten und die Oberfläche der bedruckten Flächen zeigt einen leichten Glanz, der den Eindruck des gestochen scharfen Druckbildes noch verstärkt. Die Ausdrucke sind absolut wischfest und müssen nicht erst trocknen, wie es bei Tintenstrahldruckern der Fall ist. Allerdings wird die Auflösung der gedruckten Dokumente von der Größe der Tonerpartikel bestimmt. Aus diesem Grund haben Laserdrucker meist eine Druckauflösung von nur 600 x 600 dpi. Tintenstrahldrucker erreichen dagegen bis zu 9.600 x 2.400 dpi, weil sie bis zu 1 Pikoliter (das entspricht 0,000000000001 Liter) kleine Tröpfchen erzeugen können. Die Qualität dieser Fotodrucke entspricht der von Fotos aus dem Fotolabor. Dafür sind die meisten Laserdrucker den Tintenstrahldruckern in der Druckgeschwindigkeit überlegen.

Verbrauchsmaterial

Natürlich ist auch bei Laserdruckern der Kaufpreis ein wichtiges, aber nicht unbedingt entscheidendes Merkmal. Günstige Geräte haben meist Tonerkartuschen mit geringer Kapazität, so dass der Preis pro gedruckte Seite relativ hoch ist. 01_03_14_03So kostet der Farblaserdrucker CLP320 von Samsung nur 139 €, ein Satz Kartuschen dagegen 209,60 €. So kommt man schon beim Schwarzweiß-Druck auf einen Seitenpreis von 4 Cent ohne Berücksichtigung der Kosten des Papiers. Hinzu kommt alle 24.000 Seiten der Austausch der Trommel, der mit 139,90 € = 0,58 Cent pro Seite zu Buche schlägt.

Beim Brother HL-4140 für 355,81 € können Sie zwischen zwei Tonerkassetten schwarz mit einer Kapazität von 2.500 Seiten für 58,99 € oder 4.000 Seiten für 67,99 € wählen. Die Seitenpreise liegen hier bei 2,3 bzw. 1,7 Cent. Die Trommel kostet 161,99 und muss alle 25.000 Seiten getauscht werden, was den Seitenpreis um 0,64 Cent erhöht. Trotzdem ist der Drucker von Brother im Unterhalt ganz erheblich günstiger als der von Samsung.

Fazit

Laserdrucker sind schnell und haben ein gestochen scharfes Druckbild. Sie eignen sich vor allem für den Druck von Text und Grafiken, für die keine Fotoqualität benötigt wird. Besonders effektiv sind sie, wenn hohe Druckkapazitäten benötigt werden. Bei der Auswahl des passenden Gerätes sollte man genau prüfen, was das Gerät und die für den Betrieb benötigten Verbrauchsmaterialien kosten. Bei Gräten mit separaten Toner- und Trommeleinheiten sollte man die Kosten für den Tausch der Trommel in den Seitenpreis einrechnen, um einen korrekten Preisvergleich zu erhalten. Grundsätzlich sind die Preise für die Tonerkartuschen höher als bei Tintenpatronen. Ein kompletter Satz Kartuschen kostet oft mehr als der Drucker, hat dafür allerdings auch meist eine höhere Seitenleistung als eine Tintenpatrone.

Unsere Empfehlung

Prüfen Sie vor allem, ob Ihr Wunschgerät auch mit wiederbefüllten oder kompatiblen Verbrauchsmaterialien bestückt werden kann. So können Sie zwischen 30 und 50 % der Verbrauchskosten einsparen. Viele Drucker sind zum Zeitpunkt ihrer Markteinführung jedoch nicht befüllbar. Manche Geräte werden vom Hersteller auch so konstruiert, dass  sie überhaupt nicht mit alternativen Verbrauchsmaterialien arbeiten. Hier ist der Rat eines Fachmanns gefragt. Wenden Sie sich einfach an einen Cartridge World Shop in Ihrer Nähe. Unsere Experten beraten Sie unabhängig und fachgerecht. Außerdem finden Sie in unseren Shops alles, was Ihr Drucker braucht: Originale und kompatible Tintenpatronen und Tonerkartuschen, Drucker- und Fotopapiere, Tintenstrahl- und Laserdrucker sowie technischen Service.

Info: Cartridge World Deutschland GmbH, Feldstraße 4, 44867 Bochum – freecall 0800 44 77 467 – E-Mail: info@cartridgeworld.de

Alle Preisangaben beziehen sich auf die unverbindliche Preisempfehlung des jeweiligen Herstellers.